Gedankenabfall #3

Die Zeit rennt. Tage vergehen als wären es Sekunden. Jahre fühlen sich wie Tage an. Mir kommt es vor als wäre gestern erst Sommeranfang gewesen. Doch nun werde ich vom Arbeitsalltag eingeholt, der langweilig, öde, eintönig und zermürbend ist.

Die Wochenenden sind kurz, viel zu kurz. Sie vergehen wie im Flug. Und dann beginnt schon wieder der Alltag. Auch als Montag bekannt. Den Tag der Woche, den keiner wirklich mag. Wieder schleifen wir uns durch 5 Tage Arbeitsalltag. So geht das immer weiter, ununterbrochen.

Mein Alltag beginnt Montagmorgen 7.30 Uhr. Bis 12.00 Uhr erledige ich meist Support-Anfragen von Filialen, Standard halt. Nach der einstündigen Pause geht’s weiter. Unser Whiteboard ist fast immer gefüllt mit Aufgaben. Ich picke mir das entspannteste raus, hole mir einen Kaffee, und dann beginne ich mit der Erledigung des Auftrags. Um 16:30 Uhr heißt es dann Feierabend, wobei es eigentlich nichts zu feiern gibt. Ich gehe nach Hause, mache mir im Kopf eine Liste was ich noch einkaufen muss und verlasse wieder das Haus. 

Für viele mag das jetzt sehr langweilig klingen, was es auch ist, sind wir mal ehrlich. Doch genau so sieht aktuell mein Alltag aus. So und nicht anders. Und glücklich bin ich damit nicht, ganz und gar nicht. Die Miete zahlt sich halt nicht von alleine, außer man erhält Geld vom Staat.

Diesen Text schreibe ich im ICE, zurück nach Hause. Das Wochenende habe ich mit einem sehr tollen Menschen und Freund verbracht, den ich im Grunde genommen viel zu selten sehe. Ich habe einen angenehmen Platz am Fenster, Kopfhörer im Ohr, eine Pumpkin Spice Latte (die überraschend gut ist) von Starbucks vor mir, und einen angenehmen Mitfahrer mir gegenüber.

Man muss auch mal raus kommen, was erleben, Freunde treffen. Nur leider ist das nicht immer so einfach. Ich hoffe euer Leben ist spannender als das Meine. 

Schwul – na und?

Eben, es ist einfach egal.

Egal ob du auf Männer, Frauen, Tiere oder Gemüse stehst. Kein Mensch sollte sich aufgrund seiner Sexualität verstecken müssen. Aktionen wie „Ehe für Alle“ sind gut, Gleichberechtigung ohne großes Tamtam besser. Sorry not Sorry. Bevölkerung wach auf! Es gibt auf der Welt weitaus größere Probleme als die sexuelle Orientierung der Menschheit.

Homosexualität ist für manche (nicht alle!) Teenager/junge Erwachsene ein Leid. Der Gedanke es den Eltern zu erzählen, sich gar völlig zu outen bereitet den Betroffenen Angstzustände, Depressionen, Unsicherheit, Suizidgedanken. Das alles wäre nicht nötig, wenn es gesellschaftlich endlich akzeptiert wäre, zu sein wie man einfach ist ohne sich verstecken zu müssen.

Warum sind Großeltern, Verwandte oder andere enge Angehörige von ihren Enkeln/Neffen/Whatever (auch in weiblicher Form) enttäuscht wenn sie eben nicht auf die klassische Mann-Frau-Ehe stehen? Warum ist es so ein Problem Mann+Mann/Frau+Frau zu verheiraten? Wenn ein Junge auf den harten Schwanz anderer Männer steht, dann lasst ihn darauf stehen. Wenn ein Mädchen es liebt die Muschi anderer Mädchen zu lecken, dann lasst sie es doch genießen.

Wir leben im Jahr 2015, das Internet beherrscht mittlerweile unseren Alltag. Der Zugriff auf Millionen von Schmuddelfilmchen ist für so einfach wie der Gang auf die Toilette. In unserer „modernen Gesellschaft“ wie sie von den prominenten Medien des öfteren genannt wird, ist es teils noch immer ein Tabu anders zu sein. Das ist einfach nur traurig, unmoralisch, diskriminierend. Unsere Gesellschaft ist nicht „modern“. Sie ist veraltet. Vom Verhalten her Mittelalter. Die Zeit in der Homosexualität, gleichgeschlechtliche Liebe, brutal verfolgt wurde. So schlimm ist es heute nicht mehr. Aber noch immer nicht Alltag.

Homosexualität ist keine Schande, es ist verdammt normal!