Die Zeit rennt. Tage vergehen als wären es Sekunden. Jahre fühlen sich wie Tage an. Mir kommt es vor als wäre gestern erst Sommeranfang gewesen. Doch nun werde ich vom Arbeitsalltag eingeholt, der langweilig, öde, eintönig und zermürbend ist.

Die Wochenenden sind kurz, viel zu kurz. Sie vergehen wie im Flug. Und dann beginnt schon wieder der Alltag. Auch als Montag bekannt. Den Tag der Woche, den keiner wirklich mag. Wieder schleifen wir uns durch 5 Tage Arbeitsalltag. So geht das immer weiter, ununterbrochen.

Mein Alltag beginnt Montagmorgen 7.30 Uhr. Bis 12.00 Uhr erledige ich meist Support-Anfragen von Filialen, Standard halt. Nach der einstündigen Pause geht’s weiter. Unser Whiteboard ist fast immer gefüllt mit Aufgaben. Ich picke mir das entspannteste raus, hole mir einen Kaffee, und dann beginne ich mit der Erledigung des Auftrags. Um 16:30 Uhr heißt es dann Feierabend, wobei es eigentlich nichts zu feiern gibt. Ich gehe nach Hause, mache mir im Kopf eine Liste was ich noch einkaufen muss und verlasse wieder das Haus. 

Für viele mag das jetzt sehr langweilig klingen, was es auch ist, sind wir mal ehrlich. Doch genau so sieht aktuell mein Alltag aus. So und nicht anders. Und glücklich bin ich damit nicht, ganz und gar nicht. Die Miete zahlt sich halt nicht von alleine, außer man erhält Geld vom Staat.

Diesen Text schreibe ich im ICE, zurück nach Hause. Das Wochenende habe ich mit einem sehr tollen Menschen und Freund verbracht, den ich im Grunde genommen viel zu selten sehe. Ich habe einen angenehmen Platz am Fenster, Kopfhörer im Ohr, eine Pumpkin Spice Latte (die überraschend gut ist) von Starbucks vor mir, und einen angenehmen Mitfahrer mir gegenüber.

Man muss auch mal raus kommen, was erleben, Freunde treffen. Nur leider ist das nicht immer so einfach. Ich hoffe euer Leben ist spannender als das Meine. 

5 Kommentare

  1. Ariane
    Bemerkte

    Hey Tobi,

    ich denke so wie dir geht es vielen. Gerade im Herbst/Winter wenn man etwas hat, was einen stört, wird man durch das triste Wetter und das Gefühl nichts wirklich dagegen unternehmen zu können unzufrieden. Mir selbst geht es ähnlich, ich hatte in letzter Zeit fast nur langweilige Tage und ab morgen holt mich auch der Alltagstrott wieder ein (bei mir also erstmal auch keine Besserung in Sicht), die einzigen Lichtblicke sind wie du sagst die viel zu kurzen Wochenenden, aber ich denke gerade weil sie so kurz sind, ist man sich umso bewusster wie kostbar diese freie Zeit ist, die ich am liebsten mit meinem Lieblingsmenschen verbringe. Mein einziger Tipp gegen Alltagsfrust ist sich auf Dinge zu freuen, egal ob es nur das nächste Wochenende ist (das man vielleicht am besten mit Menschen verbringt, denen es ähnlich geht, also die auch von ihrem Alltag genervt sind und man gemeinsam Frust loswird) oder irgendwas besonderes, das man sich irgendwann gönnen kann. Denn ich denke nur dafür gehen viele Menschen auf die Arbeit und ertragen ihren Alltagstrott, um sich die kleinen oder großen Besonderheiten leisten zu können, die im Kontrast zum Alltag noch verlockender wirken.
    Vielleicht siehst du das ähnlich wie ich, vielleicht auch ganz anders, aber ich hoffe ich konnte dir ein wenig Hoffnung machen, dass auch wieder spannendere Zeiten kommen und da bin ich mir ganz sicher, denn die kommen immer und das oft, wenn man am wenigsten damit rechnet. :)

    Liebe Grüße

    • Tobias
      Verfasste

      Howdy Ari,

      ja, die Wochenenden sind wirklich wirklich wirklich viel zu kurz. Meist vergehen sie wie Minuten, wenn nicht gar Sekunden.

      Das aktuelle Wetter und die Jahreszeit ist echt ein Stimmungskiller. Es ist kalt, siffig und oftmals dunkel, egal ob morgens oder abends.

      Grüße Awapando

  2. Krony
    Formulierte

    Moin Awapando,

    erstmal sorry für das lame Wochenende, doch zusammen herumlamen ist immer noch drölfzig mal besser als gänzlich alleine. Nächstes mal wirds wieder besser ?

    Das Arbeitsleben wiederum, nun, dieses wird dich von nun an für den Rest deines Lebens begleiten. Die schöne Phase, in welcher du massig Freizeit hattest, sorgenlos leben durftest und all deine Freunde um dich herum hattest, diese Phase deines Lebens ist vorbei. Unwiederbringlich. Du wirst deine nun knappe Freizeit vermutlich besser wertschätzen lernen. Weniger Freunde haben, weniger unternehmen, weniger eskalieren – dafür umso bewusster. Du wirst ausgesprochen, nun, da ist das Wörtchen wieder, lame werden. Ein Spießer. Unter der Woche arbeiten und Erledigungen abarbeiten, abends müde und gestresst und genervt sein, am Wochenende dann mit deiner Liebsten was unternehmen und somit nur noch selten Zeit für die Aktivitäten haben, denen du früher nachgingst. Zocken beispielsweise wird zum Luxus. Webdesignen zur Besonderheit. Ein Bar- oder Clubbesuch zum Highlight zweier Monate.

    Willkommen im Arbeitsleben. Arrangiere dich damit und lerne die spärlichen schönen Momente lieben und genießen. Dann nur dann wirst du damit einigermaßen zurecht kommen. Oder suche dir einen Job, der dir genau das bietet, was du auch in deiner Freizeit gerne machen würdest. Dann wiederum, aber auch nur dann, wirst du das neue Arbeitsleben aufgrund der damit einhergehenden Vergütung dem vorherigen Leben tatsächlich sogar vorziehen. Geld und Hobby, perfekt :)

    Also howdy, Bro – halt die Ohren steif! ?
    Dein Krony

    • Tobias
      Kritisierte

      Gudde Krony,

      du hast Recht, das Wochenende war schon ein bisschen arg lame. Aber zusammen rumlamen ist tatsächlich lustiger und besser als allein.

      Ich versuche natürlich das Beste draus zu machen, und ja, das entwickeln kommt wirklich zu kurz. Man hat kaum mehr Zeit dafür.

      Grüße Awapando

  3. Pingback: █████ ███ Latte ███████ | Krony

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